Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern ist über Österreichs Grenzen für seine landschaftliche Vielfalt, seine malerischen Täler und seine hohen Gipfel bekannt. Im Winter locken die weißen Hänge und eine große Zahl an Dreitausendern eine Vielzahl von Wintersportlern – insbesondere die Tourengeher. Sie finden im Stubachtal zwischen Kitzbühel und Kaprun ein perfektes Angebot.

Uttendorf ist idealer Ausgangspunkt für alpine Aktivitäten aller Art und bietet zahlreiche Möglichkeiten. Am Talende befindet sich die Talstation Enzingerboden der Weißsee-Gletscherbahn. Diese führt hinauf in die von 22 Dreitausendern umgebene Gletscherwelt.

Inmitten dieser imposanten Umgebung liegt das Berghotel und Alpinzentrum Rudolfshütte auf 2.315 m Höhe. Das Weißsee-Gletscher-Skigebiet und die Rudolfshütte haben sich voll und ganz auf Tourengeher eingestellt und bieten ein großes Spektrum an Skitouren- und Freeride-Routen rund um die Rudolfshütte. Generell können alle beschriebenen Skitouren auch um den Aufstieg von der Talstation Enzingerboden zur Rudolfshütte erweitert werden – wer seine Kondition trainieren will oder einfach gerne viele Aufstiegsmeter hat. Wer auf der Rudolfshütte für eine Tagestour verweilt kann dort auch das kulinarische Angebot genießen. Für die 850 Höhenmeter sollten Sie rund 1,5 Stunden einplanen. Je nach Können finden Sie im Gebiet Aufstiegsmöglichkeiten zwischen 2,5 und 7 Stunden. Abhängig von Ihrer Gebietskenntnis (oder durch Unterstützung mit einem Bergführer) finden können sie auch bei den Abfahrtsvarianten stark variieren: entscheiden Sie zwischen weiten Hängen oder steilerem Gelände. Die wohl bekanntesten „Hütten“-Gipfel sind die Hochfürlegg, die Granatsspitze sowie der Stubacher Sonnblick. Wollen Sie die Hochfürlegg bezwingen, so haben Sie drei Einzelgipfel zur Auswahl, wobei alle drei ihren Reiz haben und mit toller Aussicht locken. Von der Rudolfshütte geht es ein kurzes Stück hinab zum Weißsee, den Sie im Anschluss am südlichen Ufer umrunden. Von dort aus führt die Tour durch eine Senke, vorbei am weithin sichtbaren  Regenmesser. Hier richten wir uns weiter nach Norden, wieder an einem Gletschersee vorbei. Im Folgenden halten Sie sich rechts vom Gletscher und gehen in westlicher Richtung an den Felsen entlang. Auf der Südflanke besteigen wir dann den Mittelgipfel (2947 m) oder noch weiter auf den Nordgipfel (2924 m) mit seinem schönen Gipfelkreuz. Die rund 770 Höhenmeter bewältigen Sie in ca. 2,5 Stunden. Übrigens: diese Tour läuft auf einer spaltenfreien Route.

Als Nachbargipfel der Hochfürlegg erhebt sich der Stubacher Sonnblick (3088 m) über dem Stubachtal. Diese Tour startet ebenfalls an der Rudolfhütte mit der Abfahrt zum Weißsee und führt im Süden um den Weißsee herum wieder zum Regenmesser, an dem wir uns an den Aufstieg zum Sonnblickkees (ca. 2500 m) machen. Je nach Bedingungen bieten sich zwei Aufstiegsvarianten. Bei ausreichend sicheren Verhältnissen kann über den steilen Hang zum Gipfelkreuz aufgestiegen werden. Die einfachere Alternative quert am Gletscherbruch vorbei und zieht einen großen Linksbogen zum flacheren Teil des Kees. Über lange Zeit sehen wir bereits das Gipfelkreuz, welches wir dann in einigen Spitzkehren am Gipfelhang erreichen. Die insgesamt 1200 Höhenmeter sind in einer Aufstiegszeit von rund 2,5 Stunden zu meistern.

Ebenfalls an der Rudolfshütte beginnt auch der Aufstieg zur Granatspitze (3086 m). Wir fahren wieder hinab zum Weißsee, den wir im Süden umrunden und durch eine Senke am Regenmesser vorbei zum Sonnblickkees (ca. 2500 m) aufsteigen. Weiter geht’s zum Gletscherbruch, unterhalb dessen wir nach links queren. Vor uns sehen wir den felsigen Gipfel der Granatspitze. Am Gipfelaufbau befindet sich das Skidepot, von dort erreichen wir erst über eine Rinne rechts des Ostgrates und dann über blockiges Gelände den Gipfel. Diese Tour eignet sich nur bei sicheren Verhältnissen und gutem Abfahrtskönnen. Der Aufstieg bietet rund 1000 Höhenmeter in rund 3 Stunden.

Nicht an der Rudolfshütte, sondern an der Talstation Enzingerboden der Weißsee-Gletscherbahn ist der Startpunkt zu unserer Tour auf den Hocheiser (3206 m). Von der Bundesstraße abzweigend führt eine Forststraße durch einen Tunnel und ein paar Straßenkehren entlang. Wir queren an der Nord-Ost-Seite des Rötenkogels zu einer kleinen Brücke. Im Norden des Schwarzkarlkees (Unterer Hocheiserkees) geht es zum Oberen Hocheiserkees. Von dort aus fehlen uns noch 300 Höhenmeter, von denen die letzten auf dem Grat entlang führen, diese bewältigen wir gegebenenfalls ohne Ski oder mit Harscheisen. Vom Gipfel des Hocheiser bietet sich ein bezauberndes Panorama bis hin zum Großglockner und Großvenediger. Die Abfahrt ist alternativ zur Aufstiegsspur auch über das Hocheiserkees bis zur beschriebenen Brücke möglich, danach wieder an der Aufstiegsspur orientieren. Der Aufstieg zum Gipfel beträgt rund 1700 Höhenmeter, für die ungefähr 4,5 Stunden benötigt werden.

Diese vier Gipfel sind nur eine kleine Auswahl aus dem enormen Tourenangebot rund um die Rudolfshütte. Weitere Skitouren-Schmankerl sind der Hohe Riffel, der Johannisberg, der Rötenkogel oder Lamperbichlkogel. Aber nicht nur die Gipfel zeichnen die Weißsee-Gletscherwelt als Skitouren-Eldorado aus, die sich voll und ganz auf die Tourengeher eingerichtet hat. So bietet beispielsweise die Bergbahn spezielle Liftkarten für Tourengeher. Auf der Rudolfshütte finden wir nicht zuletzt alles, was einen gelungenen Skitourentag auszeichnet: von der Vorbereitung mit Infomaterial zu den Touren, über Leihmaterial bis zum Wellness- und Erholungsprogramm zum Ausspannen danach. Wer sich nach der Skitour allerdings noch auspowern muss, der kann sich noch im Fitnessraum, an der Kletterwand oder im Schwimmbad austoben. Beim abendlichen Buffet laden wir unsere Energiereserven dann wieder alle auf, denn: am nächsten Tag warten wieder unzählige Gipfelmöglichkeiten rund um die Rudolfshütte auf uns.

Fotos © HP Kreidl; Christian Enzinger

 

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