Aktuelle Bedingungen: aktualisiert am 29.03.2018

Teufelstättkopf © green-solutions

Pulverschnee zu Ostern, am besten noch vor der Eiersuche raus auf die Ski..

Ein paar der Bilder sind vergangen Samstag am 24.03 am Teufelstättkopf in den Ammergauer Alpen entstanden. Die Bedingungen waren am  Wochenende sehr gut. Sonnig und in den Nordhängen Pulverschnee zum Genießen.

Diese Woche hat der Westen der Alpen zwischen 10 – 20 cm Neuschnee bekommen. Die Schneefallgrenze lag bei 1500 – 1800 m. In mittleren Lagen ist durch den Regen oft keine stabile Schneedecke mehr vorhanden bzw. kommt die Schneedecke zunehmend ins Rutschen. Das Neuschneepaket der letzten Tage ist meist gut mit der oft harten, schattseitig auch lockeren und insgesamt gut gesetzten Altschneedecke verbunden. Die Routenwahl sollte aber gut überlegt sein aufgrund der erhöhten Lawinengefahr. In den Westalpen ist heute ein guter Skitourentag, nachdem Neuschnee, ist es heute wolkenfrei. Am Freitag kommt ein neuer Sturm aus Westen an, der von Freitag bis Sonntag für Schneefälle in den Alpen sorgt.

Laut den Wettermodellen wird es langsam mild, die Gefahr von Nassschneelawinen erhöht sich erheblich. Die Pulverschneebedingungen für Ostern sind gesichert, aber die Tourenwahl sollte unbedingt auf hohe Lagen fallen und gut gewählt sein. Ihr solltet auch sehr früh los am Freitag, der bevorstehende Föhnwind bildet sehr schnell gefährliche Schneebretter. In den Südalpen fällt am morgigen Freitag Schnee, während im Rest der Alpen der Südwind bläst. Die Tourenwahl wäre am besten am Freitag und Samstag auf der Südseite der Alpen. Die bevorstehenden wärmeren Temperaturen sind für den Schnee nicht gerade das Beste. Durch den aufkommenden Südwind müsst ihr mit Schneeverfrachtungen und einer erheblichen Lawinengefahr rechnen.

 

Ausblick

Die Aussichten für den morgigen Karfreitag sind durchaus sonnig. Für Ostersamstag sind sich die verschiedenen Wettermodelle einig, es wird ein trüber und nasser Tag. In höheren Lagen ab ca. 1700 m gibt es wieder Neuschnee. Die Osterwoche wird wechselhaft mit dem einen oder anderen Neuschnee in hohen Lagen.  Sonntagnachmittag und Ostermontag bestehen Chancen auf etwas Sonnenschein. Sonntag und Montag eignen sich noch einmal gut für Touren, jedoch ist zur Zeit eine erhöhte Vorsicht aufgrund der gestiegenen Lawinengefahr angebracht. Die Routenwahl sollte gut überlegt sein.

 

Lawinensituation

Die Frühjahrswärme und der dadurch mitgebrachte Regen führen in mittleren Lagen zu einer instabileren Altschneedecke. Es können mehr Gleitschneelawinen auftreten, die vermehrt auf glatten Wiesenhängen abgehen. In den höheren Lagen können frische Triebschneeansammlungen bereits von einzelnen Skifahrern im kamnahen Steilgelände ausgelöst werden. In den Allgäuer bis Werdenfelser Alpen, sowie in den Hochlagen der Berchtesgadener Alpen und in den mittleren Lagen der Bayerischen Voralpen besteht eine erhebliche Lawinengefahr. Im Übrigen bayerischen Alpenraum ist die Lawinengefahr mäßig.

Durch Regen bis in mittlere Lagen wird die Altschneedecke zunehmend in ihrer Festigkeit tiefreichend geschwächt. Aus Steilhängen ist mit oberflächlichen, auch größeren Nassschneelawinen zu rechnen. Auf glatten Wiesenhängen und aus lückigen Bergwäldern rutscht die Schneedecke zunehmend am Boden in Form von Gleitschneelawinen ab, die vereinzelt auch größere Ausmaße erreichen können.

Weitere Gefahrenstellen befinden sich in den Hochlagen im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nord über Ost bis Südost sowie in frisch eingewehten Rinnen und Mulden. In diesen Bereichen ist bereits bei geringer Zusatzbelastung, z.B. durch einen einzelnen Skifahrer, die Auslösung von Schneebrettlawinen möglich.