Aktuelle Bedingungen aktualisiert am 18.01.2018

Der ersehnte Neuschnee ist da – leider auch der Sturm.

Der Winter ist zurück und hat in den vergangenen Tagen zum Teil ordentlich Neuschnee gebracht. Leider hat Sturm Friederike zu extremen Schneeverfrachtungen geführt. Die Lawinenlage ist sehr angespannt, vielerorts ist Stufe 4 ausgerufen. Am Wochenende ist wieder mit Neuschnee zu rechnen.

Sturmböen am Arlberg © fotowebcam.eu

 

 

Deutschland

Das Tauwetter hat in der vergangenen Woche die Tourenmöglichkeiten in den niedrigeren Regionen starkt eingeschränkt oder vielerorts unmöglich gemacht. Lediglich einige Forststraßen waren noch als Brücken in die Tallagen nutzbar. Zudem war die Schneedecke unterhalb einer Höhe von 1500m extrem eisig und hart. Seit Anfang der Woche hat sich der Winter aber wieder blicken lassen und es sind in den vergangenen Tagen bis zu 70cm Neuschnee (Chiemgauer Alpen) gefallen. In den weiter westlich gelegenen Gebieten sind bis zu 40 cm Neuschnee (Ammergauer Alpen) hinzugekommen. Leider wurde der Schneefall durch Sturm Friederike begleitet und somit der Neuschnee extrem verfrachtet. Die Lawinenlage in Bayern ist dadurch aktuell hoch. Für das Wochenende schränkt sich durch die Lawinenlage die Auswahl von sicheren Touren stark ein.

Österreich

Viele Wind und viel Neuschnee – eine kritische Mischung für Tourengeher. Die Lawinenlage ist auch in Österreich sehr hoch. Bis zu 1 m Neuschnee melden die Regionen Tauplitz und das Montafon. Die Kollegen aus der Tiroler Zugspitzarena haben gestern bei einer Skitour auf das Pfuitjöchl 60cm gemessen (im Wald nicht verblasen). Durch den anhaltenden Sturm und die angekündigten Neuschneemengen am Wochenende wird auch in Österreich die Lawinenlage hoch bleiben.

 

Aussichten:

Am Freitag wird eine kurze Wetterberuhigung eintreten bevor am Wochenende neuer Schneefall vorallem im Westen einsetzt. Die Ostalpen sind am Wochenende wetterbegünstigt, hier wird zwischen einzelnen Schneeschauern immer wieder die Sonne durchblitzen. Im Süden ist es ebenfalls ehere sonnig, am Sonntag zieht aber auch hier eine Störung aus Westen herein. Von Sonntag auf Montag sind dann besonders im Bundesland Vorarlberg  wieder enorme Neuschneemengen mit bis zu 1m angekündigt. In der kommenden Wochen sind dann wieder steigende Temperaturen vorausgesagt, auf einen Wintereinbruch bis in tiefe Lagen müssen wir also noch warten.