Aktuelle Bedingungen aktualisiert am 11.01.2018

Hochnebel am Alpenrand

Der Süden ertrinkt im Schnee – der Norden sehnt sich nach SchneeEine sehr ungewöhnliche Wetterlage hat in dieser Woche dem Süden enorme Schneemassen gebracht. Die Neuschneemengen erreichten bis über 2 m. Nach Osten hin nahm die Neuschneemenge deutlich ab, in den Dolomiten kamen immerhin noch bis zu 50 cm vom Himmel. Der Norden hat kaum Niederschlag abbekommen, durch die hohen Temperaturen lag die Schneefallgrenze zwischenzeitlich bei 1800m und hat großflächig einen Harschdeckel erzeugt. In den tieferen Lagen hat die ganze Woche über das Tauwetter angehalten und die Hänge in Gebieten unter 1000m fast komplett ausgeapert. In den Ammergauer Alpen und im Chiemgau sind die Südseiten bis über 1500m aper. Trotz des grünen Alpenrands ist die Schneelage alpenweit gesehen sehr gut, da vielerorts ab einer Höhe von 2000m Schneemengen weit über den langjährigen Durchschnitt anzutreffen sind.

Schneesituation:

Bei der Schneequalität kann man eine grobe Dreiteilung vornehmen. In den Nordalpen ist häufig mit Harsch und Eis zu rechnen. Besonders der harte Kompaktschnee und die vereiste Schneedeck werden am kommende Wochenede zu erhöhrter Sturzgefahr führen. Am Alpenhauptkamm erwarten uns am Wochenende zumindest auf den Lee-Seiten Pulverschnee. Auf der Alpensüdseite

Aktualisiert: Die Annahme mit erhöhter Sturzgefahr hat sich auf unserer Tour am Freitag auf den Scheinberg bestätigt (Bericht zum Scheinberg)

Lawinenlage:

Auf der Alpennordseite hat sich die Lawinenlage durch das Tauwetter entspannt. Auf der Alpensüdseite ist die Lawinenlage durch die enormen Neuschneemengen von Anfang der Woche geprägt. Die Schneedeck wird sich dort über das Wochenende setzen.

Ausblick:

Das Wochenende wird sonnig wobei sich am Sonntag die Nebelfelder schneller auflösen sollen. In der kommenden Woche sieht es ab Dienstag nach einem Wetterumschwung aus. Am Mittwoch und Donnerstag sieht es so, dass der Winter wieder zurückkehrt.

Im Norden zu wenig Neuschnee im Süden zu viel: