Aktuelle Bedingungen: aktualisiert am 1.03.2018

Zum Wochenende wieder deutlich milder und freundlich! Die Tourenbedingungen sind gut, also ab auf die Skier. Näheres wieder in unserem nachfolgenden Schneebericht…

 

© zamg

In den letzten Tagen wurden in den Alpen in hochalpinen Lagen bis zu -26 Grad gemessen. Ab heute beruhigt sich die eisige Ostströmung langsam wieder und ihr könnt wieder an entspannteres Tourengehen denken. Der Wind dreht auf Südwest und es strömen wärmere und feuchte Luftmassen in Richtung Alpen, die auch wieder etwas Niederschlag mitbringen. Die Temperaturen steigen um 10-15 Grad. Heute bekommen die Süd-Südwestalpen wieder reichlich Schnee ab. Es wird mit 20-30 cm Neuschnee gerechnet. In der Nacht zum Freitag sollen die Schneeschauer den gesamten Alpenraum erreichen. Freitag eignet sich gut für eine Tour, die Schneefälle klingen im Laufe des Tages ab und es wird sehr sonnig und warm mit Plusgraden. Der föhnige Südwind macht sich vor allem in den Ostalpen bemerkbar und weht in hochalpinen freien Lagen mit 20 bis 40 km/h.
Oberhalb der Waldgrenzen warten ca. 15-30 cm Pulverschnee auf Euch. Durch den vermehrten Wind die letzten Tage sind Querungen teilweise vereist und der Schnee windverblasen aber alles in allem eine super Schneesituation.
Nach wie vor ist in Deutschland die Zugspitze, mit einer Schneehöhe von 380 cm, weiterhin Spitzenreiter.

Schneedecke

Bis in mittlere Lagen liegt lockerer, aufgefrorener Schnee und Oberflächenreif auf einer meist tragfähigen Schicht, darunter ist die Altschneedecke gut verfestigt und stabil. In höheren Lagen ist die Schneeoberfläche kleinräumig sehr unterschiedlich. Sonnseitig hat sich ein dünner Schmelzharschdeckel gebildet. Ansonsten ist die Schneeoberfläche vom Ostwind der letzten Tage verpresst, besteht aus Oberflächenreif oder ist locker und pulvrig. Im kammnahen Steilgelände sind noch kleine, gut zu erkennende Triebschneeansammlungen anzutreffen, die störanfällig sind. Zudem finden sich in den Hochlagen im schattigen Steilgelände in tieferen Bereichen der Schneedecke schwache Zwischenschichten aus kantigen Kristallen. Diese können an Übergängen von viel zu wenig Schnee erreicht und gestört werden.

 

Lawinenlage

In den bayerischen Alpen besteht oberhalb 1600m eine mäßige Lawinengefahr, unterhalb 1600m ist die Lawinengefahr als gering einzustufen. Örtliche Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, liegen oberhalb 1600m im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Südwest über Nord bis Nordost, in eingewehten Rinnen und Mulden sowie an Übergängen von viel zu wenig Schnee. Mit der Sonneneinstrahlung können aus steilem, felsdurchsetztem Steilgelände kleinere Lockerschneelawinen abgehen. Die Lawinengefahr wird sich in den nächsten Tagen aber nicht wesentlich ändern.

Ausblick

Für Samstag wird ein weiterer Sturm mit einer neuen Schneefront im gesamten Alpenraum vorhergesagt. Und wieder kommt er aus dem Südwesten und bringt den südlichen französischen Alpen und den restlichen Südalpen viel Schnee. Die Schneefallgrenze wird für Samstag auf 700-1200 m prognostiziert.